PistenBully mit Rekordumsatz – Ergebnisentwicklung aber verhalten. (Kopie 1)
Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG hat heute ihre ordentliche Hauptversammlung über das abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 (01.10.-30.09.) durchgeführt. Der Vorstand konnte von einem Rekordumsatz von 195,4 Mio. Euro berichten. Die Ergebnisentwicklung war aufgrund unterschiedlicher Faktoren deutlich schlechter als erwartet. Der Ausblick für das aktuelle Geschäftsjahr ist eher verhalten, da die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise verspätet in der Branche ankommt.
Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2008/2009.
Die beiden Vorstände, Jens Rottmair und Alexander Schöllhorn, haben den anwesenden Aktionären die Gründe für den Umsatzrekord und die gleichzeitig gegenläufige Ergebnisentwicklung erläutert.
Die vorhergehende Wintersaison 2007/2008 war eine gute Saison und damit eine günstige Ausgangsbasis für die Investitionsbereitschaft der Skigebiete. Das weltweite Marktvolumen 2008/2009 für Pistenfahrzeuge stieg um 10% gegenüber der Vorsaison. Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG konnte mit dem PistenBully ihren Marktanteil stabilisieren. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise war zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung der Kunden (Sommer/Herbst 2008) noch nicht da bzw. nicht wesentlich spürbar. Ein deutliches Umsatzplus gab es bei den PistenBully, dem Ersatzteil- und Servicegeschäft sowie bei den Gebrauchtfahrzeugen.
Lediglich das Geschäft mit den Strandreinigungsgeräten hat sich sehr schwach entwickelt. Ursache hierfür war der weltweite gesamtwirtschaftliche Abschwung im Sommer 2009, der Auswirkungen auf die kommunalen Ausgaben für das Strandreinigungsgeschäft zur Folge hatte.
Jens Rottmair bedankte sich bei seinen Mitarbeitern für die erreichte Leistung:“Ich bin weiterhin persönlich beeindruckt vom Engagement, der großen Motivation und dem Leistungswillen der Mitarbeiter!“
Die Entwicklung beim Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2008/2009 war wenig zufriedenstellend. Alexander Schöllhorn zeigte anhand einer Überleitung die Belastungsfaktoren, die die Ergebnisentwicklung beeinflusst haben: Margenverluste durch erhöhten Wettbewerbsdruck, hohe Gebrauchtfahrzeugabwertungen, höhere Personalkosten vor allem durch die erstmalig volle Belastung der finnischen Akquisition, Formatic Finland Oy AB, höhere Abschreibungen sowie ein gestiegener Aufwand auf der Finanzierungsseite. Letzterer war bedingt durch die höheren Finanzierungskosten im Zuge des M & A-Prozesses. Ebenso wirkte sich die ungünstige US-Dollar-Entwicklung negativ auf die Ergebnisentwicklung aus.
Das ausgewiesene Ergebnis war vom Vorstand bei der Hauptversammlung vor einem Jahr so nicht erwartet worden. Alexander Schöllhorn fasste dies zusammen:„Das Jahr 2008/2009 hat gezeigt, dass auch bei einem witterungsbedingt gestiegenen Marktvolumen erhebliche Ergebnisbelastungsfaktoren wirken können.“
Ausblick 2009/2010.
Der Auftragseingang für die Wintersaison 2009/2010 lag weltweit 10% unter dem Vorjahr. Vor allem der Absatzrückgang von 30% im nordamerikanischen Markt trifft das Unternehmen hart. Die übrigen Länder sind moderat. Der Vorstand geht aber in der Saison 2010/2011 oder spätestens in der Folgesaison von einem Nachholeffekt in Nordamerika aus.Das Ersatzteil- und Servicegeschäft verlief in der aktuellen Wintersaison zufriedenstellend. Es bleibt aber noch das Ende der Wintersaison abzuwarten. Für das gesamte Geschäftsjahr 2009/2010 prognostiziert der Vorstand einen Konzernumsatz von rund 180 Mio. Euro. Das Ergebnis soll auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der fehlende Ergebnisbeitrag aus dem um rund 15 Mio. Euro geringeren Umsatz soll durch den Wegfall von Sonderbelastungen ausgeglichen werden. Darüber hinaus hat der Vorstand ein umfangreiches Maßnahmenpaket aufgesetzt, um die Ertragssituation nachhaltig zu verbessern.
Ausgleichszahlung / Garantiedividende.
Unabhängig vom ausgewiesenen Jahresüberschuss erhalten die außenstehenden Aktionäre aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der LuMe Vermögensverwaltung GmbH eine garantierte Dividende von 1,99 Euro je Aktie.
Verlauf der Hauptversammlung.
Die Hauptversammlungspräsenz betrug mehr als 90 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Nach dem Bericht des Vorstands eröffnete der Aufsichtsratsvorsitzende, Ludwig Merckle, die Generaldebatte zu allen Tagesordnungspunkten. Die Beschlüsse über die Tagesordnungspunkte wurden alle mehrheitlich gefasst und verabschiedet. Die Aktionäre hatten über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl des Abschlussprüfers, einige Satzungsänderungen aufgrund gesetzlicher Änderungen sowie die Wahl eines Aufsichtsrats abzustimmen. Als neues Aufsichtsratsmitglied wurde Rolf Glessing als Nachfolger von Jeanette Stacheder in den Aufsichtsrat gewählt. Rolf Glessing war bis Mitte 2006 im Vorstand der Kässbohrer Geländefahrzeug AG.




















Konzern
